Irischer Faden, tschechischer Powidl, österreichischer Strick

Friday, October 9th, 2009

Nachdem wir (Österreich) diese Tage inmitten unserer EU zusammen mit allen anderen am Ergebnis des Abstimmungsergebnisses der 3 Mio. irischen Wahlberechtigten über den Lissabon Vertrag hingen, stecken wir nun im tschechischen Powidl. Präsident Klaus ziert sich, wird sich aber am Ende in das beugen, was er – salopp gesagt – wahrscheinlich als Sauhaufen ansieht. Dazu mehr in Kürze.

Doch gleich eine Klarstellung: Das Thema von PortConsult, Dr.Okresek und Partner ist es ganz und gar nicht, sich in der politischen Suppe zu baden! Nur sind diese Themenkreise unausweichlich zur Ab- und Einschätzung der relativen Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaftsräumen. Ganz konkret ein Beispiel: Was glauben Sie, was beim Dollar/Euro Wechselkurs bei einem irischen No abgegangen wäre? So sind alle diese Überlegungen notwendig um gemeinsam mit unseren Kunden Veranlagungsstrukturen zu erarbeiten, die hoffentlich Wertsicherung und Ertrag bringen.

Soweit zum übergeordneten Schauplatz und ab in heimische Gefilde.

Ob EU-bedingt oder nicht, hängen werden wir (wiederum Österreich) allenfalls am Strick, der hausgemacht ist, unausweichlich wieder politisch. Unsere Leser mögen PortConsult ein Quäntchen an Satire nachsehen: Unvermeidbar drängt sich die Aussage unlängst des steirischen SPÖ-Politikers Flecker auf, der Prinz Lachemund gegen die Wand fahrend beschreibt. Im Prinzip in mehrfacher Hinsicht richtig, leider aber sitzen wir alle im Gefährt, und der derzeitige Beifahrer hat auch gar wenige Kilometer auf der harten Straße des wirklichen Lebens.

Doch mehr zum Strick: Bemerkenswert war der kürzlich im Oe1 Morgenjournalbeitrag dem Irland-Beitrag folgende Beitrag über die Lehrlingsmesse in Wien. Bei der Strabag kommen nur 9 von 100 durch das Auswahlverfahren, bei der Gemeinde Wien fallen immerhin auch 50% durch, alle Befragten kommentieren, dass es am Schreiben, Lesen und besonders Rechnen hapert, Grundkenntnisse fehlen. Die beliebtesten Berufe der Jungend sind FrisörIn, Automechaniker und EinzelhandelsverkäuferIn.

Damit werden wir leider nicht den Platz auf der Mehrwertkurve einnehmen können, den wir benötigen um die Lebensstandards bei der sich ändernden demographischen Struktur stabil zu halten. Und der Strick ist hausgemacht.


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