Weit voraus statt Nase vorn!
Thursday, March 26th, 2009
Den ganzen Vormittag heute hielt sich die Schlagzeile auf der Web-Ausgabe der Financial Times an erster Stelle und somit auch die Peinlichkeit: EU leader condemns US ‘road to hell’
Ungeachtet der derzeitigen tschechischen EU-Präsidentschaft klingt “EU-Leader” nicht wirklich passend und bringt damit zugleich ein fundamentales Problem der EU in den Vordergrund: Die EU hat selbst in der Krise keinen Weg zu einem gemeinsamen Verständnis und Vorgehen gefunden.
Und wenn kleinere Mitgliedsländer gerade in einer Zeit wie dieser markige Meldungen machen, wie Mirek Topolanek, der gerade zum interimistischen Premier seines Landes abgewählt wurde, dann ist das dem abträglich, was im Moment am meisten nötig wäre: Vertrauensaufbau.
In normalen Zeiten hätte man über so etwas hinwegsehen können, in Anbetracht der Entwicklung der Beschäftigungszahlen müssen auch “Kleinigkeiten” kritischer betrachtet werden, meinen zumindest wir in der PortConsult.
Über den US-Plan mag man denken was man will, aber Amerika hat wenigstens eine Aktion gesetzt und ist Europa seit der tschechischen Affaire mehr als eine Nase voraus.
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